Was jeder Parameter misst und was er über den Körper aussagt.
Misst die Gesamtvariabilität aller Herzschlagabstände über die Messzeit. SDNN ist ein Maß für die allgemeine Anpassungsfähigkeit des Herzens. Hohe Werte zeigen ein flexibles, gut reguliertes Herz-Kreislauf-System. Normbereich: 40–100 ms (altersabhängig).
Misst die Kurzzeit-Variabilität zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen. RMSSD ist der direkteste Parameter für die Aktivität des Parasympathikus (Erholungsnerv). Niedriger RMSSD: erschöpfter Erholungsnerv, chronischer Stress, Übertraining. Normbereich: 20–50 ms (altersabhängig).
Gibt an wie viel Prozent der aufeinanderfolgenden RR-Abstände sich um mehr als 50 ms unterscheiden. Ähnlich wie RMSSD ein Parasympathikus-Marker. Bei älteren Probanden sinnvoll durch pNN20 ergänzen. Normbereich: 5–40 % (stark altersabhängig).
Verhältnis der Niederfrequenz- zur Hochfrequenzkomponente im Herzrhythmusspektrum. Spiegelt die Balance zwischen Sympathikus (LF) und Parasympathikus (HF) wider. Hohe Ratio: Sympathikus dominiert. Niedrige Ratio: Parasympathikus dominiert. Normbereich: 0,5–2,0.
Berechnet aus dem Histogramm der RR-Intervalle. Zeigt die Aktivität des sympathischen Stresssystems. Ein erhöhter SI signalisiert Anspannung, Überbelastung oder akuten Stress. Normbereich: 50–150. Werte über 300 gelten als stark erhöht.
Nichtlinearer Parameter der beschreibt wie selbstähnlich der Herzrhythmus über kurze Zeiträume ist. DFA α1 ist besonders sensitiv für die Erkennung von Belastungsgrenzen — bei VarioLab für die Schwellenbestimmung beim Stufentest verwendet. In der Ruhe-HRV zeigt er die Qualität der autonomen Herzsteuerung. Normbereich: 0,75–1,25. Werte unter 0,75 zeigen erhöhte Belastung.
„Ein gesundes Herz schlägt nicht wie ein Metronom — seine Variabilität ist ein Zeichen von Stärke.“